Das Gehirn meiner Großmutter

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag (31. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442754801
ISBN-13: 978-3442754809

http://www.randomhouse.de/Verlag/btb/2000.rhd



Eine faszinierende Reise an die brüchige Grenze
zwischen Normalität und Wahnsinn.

»Mein Interesse am Gehirn wurde geweckt, als ich die Frontallappen meiner Großmutter auf dem Fußboden ihres Wohnzimmers verspritzt sah.« Tanya Byron, heute renommierte Professorin für Klinische Psychologie, war 15, als ihre Großmutter von einer heroinabhängigen schwangeren jungen Frau erschlagen wurde. Das Bild der Sterbenden hat sich der Enkelin für immer eingebrannt. Mit 20 begann Tanya Byron 1989 ihre Ausbildung zur klinischen Psychologin – weil sie verstehen wollte. Sie arbeitete mit Kindern, die sich selbst oder anderen Unfassbares zuleide taten, mit Familien, die so dunkle Geheimnisse hüteten, dass es fast unerträglich schien, darüber nachzudenken, mit Menschen, die mit Drogenabhängigkeit oder Suizidabsichten zu kämpfen hatten.

Ihre brillant erzählten Fallgeschichten aus ihren Anfangsjahren als Psychologin führen uns an die Grenze zwischen Normalität und Wahnsinn – und lassen uns begreifen, dass sie nicht existiert. Die verletzlichsten Menschen können Kraft geben, wer stabil erscheint kann eine zerrüttete Innenwelt verbergen.

Tanya Byron erzählt in ihrem Buch, welche Beweggründe sie hatte Psychologin zu werden. Man erlebt durch viele Fallbeispiele ihre Ausbildung und die verschiedenen Facetten des Berufes. Sicherlich sind die Fallbeispiele ein guter Einblick in die verschiedenen Krankheiten und des Menschen, die sie behandelt hat. Wer sich für dieses Thema interessiert und noch nicht all zu viel Erfahrung hat, ist hier gut aufgehoben. Der Schreibstil ist gut und flüssig, leider aber manchmal mit zu vielen Fachbegriffen behaftet, trotzdem kann ich guten Gewissens eine Empfehlung geben, Gut und lesenswert