Das kalte Haus

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Piper (20. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492057896
ISBN-13: 978-3492057899

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Martin Osterberg hat Eltern und einen Bruder, aber er will mit ihnen am liebsten nichts zu tun haben. Denn bis er selbst eine Familie gründet, verbindet er damit nichts Liebevolles, sondern vor allem Sprachlosigkeit und Ablehnung. Heute Anfang Fünfzig beschreibt er beklemmend und ohne Larmoyanz, was viele Männer seiner Generation erlebten: Die emotionale Verwahrlosung und Kälte einer Zweckgemeinschaft, in der materieller Wohlstand und Leistung wichtig sind, die Väter meist abwesend oder desinteressiert und die Mütter hilflos. Was in der Kindheit beginnt und in der Pubertät eskaliert, setzt sich im Erwachsenenalter fort: Sein Vater bezeichnet ihn bei einem seiner seltenen Besuche als »Arschloch«, seine Mutter schweigt. Er braucht fast ein ganzes Leben, um sich von seinen Eltern und deren Bild von ihm zu lösen.

Das kalte Haus, ist ein Buch welches mich begeistern konnte. Jedoch muss ich von Anfang an sagen, das dieses keine leichte Kost ist. Der Autor erzählt von seiner Kindheit und Jugend und der Kälte der Eltern. Diese sind als Kriegskinder geboren und gaben den Gehorsam und das unerbittliche Funktionieren so weiter, wie sie es selbst erlebt haben. Heute kann man froh sein das diese Zeiten vorbei sind und Kinder geliebt und gefördert werden und als Freund die Familie komplettieren. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und atmosphärisch und die Geschichte hält lange nach. Für mich war dies ein sehr wichtiges Buch, welches ich sehr gerne empfehle